Parodontitis
Nach dem 40ten Lebensjahr gehen in den zivilisierten Ländern mehr Zähne durch eine Zahnbetterkrankung (Parodontitis) verloren als durch Zahnfäule (Karies). Bei der Zahnbetterkrankung befallen die Bakterien neben dem Zahnfleisch auch den Knochen, der die Zähne hält. So werden die Zähne schliesslich locker. Weil die ganze Zahnoberfläche mit einem Bakterienrasen überzogen ist, erkennt der Körper den Zahn letztlich nicht mehr als körpereigen, sondern als Fremdkörper und arbeitet auch noch gegen den betroffenen Menschen. So gibt es Eiterungen und der Zahn geht verloren oder muss entfernt werden - Abbildung 1.Die Parodontitis ist die häufigste chronische Infektionskrankheit in den Industrieländern. Neue wissenschaftliche Studien entlarven die Parodontitis ausserdem als bedeutenden Risikofaktor für Arterienverkalkungen und die damit einhergehenden Herz- und Gefäßkrankheiten, insbesondere Schlaganfall und Herzinfarkt. 200 bis 500 verschiedene Bakterien bilden auf den Zähnen und im Zahnfleischsaum den komplexesten Biofilm, den wir kennen. Sie haben die ganze Evolution Zeit gehabt, dieses System auszufeilen.
Auf dem nebenstehenden Foto kann man die verheerenden Auswirkungen in einem Mund sehen. Schwer vorstellbar, dass die Bakterien, die am Zahnfleisch etwa auf einer Fläche in der Größe eines Handrückens Kontakt mit dem Gewebe und dem Blutkreislauf haben, nur an Ort und Stelle und nicht auch - über den Blutkreislauf verteilt - im gesamten Körper wirken können. So finden sich in vielen Arterienablagerungen Hinweise auf Parodontitisbakterien. Von 20 gesunden Hasen, denen man in einem Experiment ein Parodontitis-Bakteriencocktail in den Blutkreislauf spritzte, bekamen 18 Arterienverkalkungen.
Das Tückische an der Parodontitis ist, dass sie schleichend und ohne Schmerzen über Jahre unerkannt verläuft und oft erst im Spätstadium bemerkt wird. Auch ein gut gepflegtes Gebiss kann unbemerkt an einer Parodontitis erkrankt sein, wie aus dem nachfolgenden Foto ersichtlich ist.
Abbildung 2: Hier sieht das Zahnfleisch oberflächlich gesund aus. Die Messsonde zeigt aber, dass trotz scheinbar reizlosem Zahnfleisch eine Tasche - und damit ein Knochenrückgang - von 6mm vorhanden ist.
Folgende Warnzeichen stehen für eine Parodontalerkrankung:
(Eines reicht, es müssen nicht mehrere sein)
• Blutendes Zahnfleisch
• Gerötetes, geschwollenes oder berührungsempfindliches Zahnfleisch
• Zahnfleischrückgang
• Ausfluss bei Druck auf Zahnfleisch
• Nachhaltiger Mundgeruch/schlechter Geschmack
• Lockere oder wandernde Zähne
• Veränderungen im Biss
• Veränderungen des Haltes oder Sitzes von Prothesen
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Schön, dass Sie keine Warnzeichen feststellen. Hier können Sie
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Wenn Sie wissen wollen, wie die Allgemeingesundheit durch eine Parodontitis gefährdet sein kann, können Sie es in hier in einer eher wissenschaftlichen Darstellung lesen. Sie fasst einen Vortrag zusammen, den Dr. Grimmel vor Ärzten gehalten hat.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin telefonisch unter 044 821 22 20 oder per Terminanfrage. Wir mailen Ihnen umgehend einige Terminvorschläge.
Abbildung 1
Abbildung 2
